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Pöstli, Donnerstag, den 14. Oktober, 2004
...Mit viel Charme, Witz und sprühender Lebensfreude traten die drei Damen vor das Publikum. Den Künstlerinnen gelang es ihre Gäste in "eine kleine Sehnsucht" zu involvieren, so dass eine ganz eigene Atmosphäre entstand.... Das Repertoire erforderte viel schauspielerisches und kabarettistisches Können. Aber was vor allem überzeugte waren die Stimmen der beiden Sängerinnen. Die Akustik war enorm, mal melancholisch, dann spöttisch und wieder vor Lust aufs Leben sprühend erfüllte die Timbres der Sängerinnen den Saal. Die Sprache war klar und präzise, so dass jedes gesungen Wort auch verstanden wurde. Dyanne Potter begleitete Franziska Bolli und Julia Schwartz mit viel Swing und Einfühlungsvermögen. Besonders beim “schöner Gigolo" wurde ihr musikalisches Können ersichtlich.
Romi Schmidt zu "Eine kleine Sehnsucht"
Zofinger Tagblatt, Mittwoch, den 10. Dezember, 2003
Im September 2002 begegnete man ihm erstmals im Praxiskeller, dem Ensemble musicaldente . Schon damals blieb unklar, ob nun die zwei Damen Franziska Bolli und Julia Schwartz gute Sängerinnen, Komödiantinnen, Kabarettistinnen oder Schauspielerinnen seien. Seit dem erneuten Auftritt am Sonntagabend steht fest, dass sie die Qualitäten aller dieser Künste in ihrer Person vereinigen. Auch Dyanne Potter Vögtlin, die Begleiterin auf dem Flügel, gab ein weiteres Beispiel dafür, dass sie mit Stilsicherheit, Flexibilität, Charme und Einfühlungsvermögen ihre Kolleginnen unterstützen kann.
Kurt Buchmüller zu "...nur die Haltung darfst du nicht verlieren! Kurzweil mit Kurt Weill"
Thurgauer Zeitung, Dienstag, den 11. November, 2003
Die vierte und letzte Premiere an den Theatertagen widmete sich dem Komponisten Kurt Weill, der so oft in einem Atemzug mit Bert Brecht genannt wird, der so oft auf die "Dreigroschenoper" reduziert wird. Das Trio musicaldente trat mit Charme und Humor dieser engen Sicht entgegen.... Das Publikum schätzte es, wie Franziska Bolli und Julia Schwartz zwischen die Songs Texte streuten: Hilfreiches, aber auch Anekdotisches. Stets den Schalk in den Augen, brachen sie den Ernst, der zu so manchen der Lieder und zu ihrer Zeit gehörte, setzten sich gelehrige Brillen auf zu den Kostümen, die aus der Zeit stammten, aber so wenig dem eigenen Character entsprachen, also wurde an ihnen herumgezupft und gerade gerückt. Doch stets blieben Kurt Weill und seine Lieder zentral, mit Können und Verve interpretiert... (und) stets begleitet nicht nur vom swingenden Spiel Dyanne Potter Vögtlins, sondern auch ihrem Schmunzeln. Die Pianistin und die beiden Sängerinnen bildeten... ein Ensemble, dessen Harmonie und Zusammenspiel nicht perfekter und liebevoller sein könnte.
Dieter Langhart zu "...nur die Haltung darfst du nicht verlieren! Kurzweil mit Kurt Weill"
Thurgauer Zeitung, Montag, 11. August 2003 sowie
Bote vom Untersee, Dienstag, 12. August 2003
Die erste Soirée am See in Steckborn war ein grosser Erfolg: 170 Menschen kamen doppelt so viel, wie das Phönix Theater 81 als Veranstalter erwartet hatte.
Schöner hätte diese erste Soirée am See am Freitag abend nicht sein können: eine warme Sommernacht, der See trug eine sanfte Brise zu den Zuhörerinnen und Zuhörern, die den unsterblich-nostalgischen Songs der 20er-Jahre begeistert lauschten.
Den beiden Sängerinnen, Julia Schwartz und Franziska Bolli, gelang es durch ihre sehr guten Stimmen, durch Witz und Charme, diese Zeit lebendig werden zu lassen, gekonnt am Klavier von Dyanne Potter Vögtlin begleitet. Dass diese so oft beschworenen goldenen Zwanziger nicht nur allein von Lebenslust sprühten, erfuhren die Zuhörenden durch kurze Texte aus Der Mensch von Kurt Tucholsky, die zwischen den Liedern vorgetragen wurden....
(Louise Jochims zu Eine kleine Sehnsucht vom 8. August 2003 am Untersee in Steckborn)
Tagblatt, Montag 11. August 2003
Das Frauentrio musicaldente begeisterte auf der Seepromenade mit Schlagern aus den goldenen Zwanzigern sowie Zitaten von Kurt Tucholsky....
Die Bühne auf der Seepromenade glich einer Pianobar vergangener Zeiten, ebenso die Kostüme der Sängerinnen. Was folgte, war ein Feuerwerk von Schlagern aus den wilden Zwanzigerjahren, vorgetragen im besten Kabarettstil mit komödiantischem Können. Ob Der Onkel Doktor hat gesagt ich darf nicht küssen bis zum Knie vom Hans und was er damit macht beim Tanz die ganze Palette der klassischen Gassenhauer aus dem Berlin der Zwanzigerjahre, wurde hinreissend interpretiert. Das zahlreich erschienene Publikum auf der voll besetzten Seepromenade quittierte die Darbietungen mit begeistertem Applaus und Gelächter....
Thurgauer Zeitung, Samstag, 21. September 2002
Das weibliche Trio <<musicaldente>> bezauberte mit Berliner Liedern aus den Zwischenkriegsjahren.... Zwischen den einzelnen Liedern wurden auch Textausschnitte von Kurt Tucholsky eingestreut, welche die allgemeine Heiterkeit wieder etwas relativierten.... Vieles wurde auf sehr individuelle Art und Weise dargestellt und gesungen.... Das musikalische Arrangement war besonders reizvoll beim <<Schöner Gigolo>> und Dyanne Potter konnte hier zeigen, dass sie durchaus auch zu solistischem Pianopart fähig ist, nebst einwandfreier, sensibler Begleitung. In ihrem affektiven Gesichtsausdruck spiegelte sich jede musikalische Geschichte ihrer Kolleginnen. Die Sängerinnen zeigten sich sowohl kleinmädelhaft... als auch abgebrüht.... Sie verstanden es ausgezeichnet, eine breite Palette verschiedener Frauentypen (die Meisten mit Biss) darzustellen.... (Regula Raas zu <<Was machst du mit dem Knie, lieber Hans>> vom 18. September 2002 in der Trotte zu Pfyn)
Zofinger Tagblatt, Dienstag, 10. September 2002
..."Musicaldente" kettete seine Darbietungen an ... Kernsätze Kurt Tucholskys an, verabreichte sie jedoch im Sinne von Denkanstössen und als Zeitkolorit für die vorgetragenen Lieder und Chansons. Deren Inszenierung gelang perfekt-professionell.... Die Kostüme passten in das vermittelte Zeitbild und die Stimmen, ja die Stimmen: Sie vermochten die Atmosphäre in allen Höhen und Tiefen zu vermitteln, verfügten im Timbre über das gewisse Etwas und gaben den Chansons von der "Donna Clara", der "schönen Senorita", vom "Knie des lieben Hans", dem "kleinen Glück irgendwo in dieser Welt" und anderen eine unvergleichliche Originalität, sodass eine Besucherin meinte, sie sei an diesem Abend 50 Jahre jünger geworden.
Man merkte Julia Schwartz, die auch für die Arrangements verantwortlich zeichnete, und Franziska Bolli in ihren Gesangsvorträgen (einzeln und im Duo) an, dass sie völlig in diesen Chansons lebten und aufgingen. Die Klavierbegleitung von Dyanne Potter Vögtlin trug das Ihrige dazu bei, dass die Nuancen und Stimmungen authentisch vermittelt wurden. Die eingestreuten Zitate von Kurt Tucholsky gaben den Pfeffer und den Hintergrund dazu: Der Mensch trete am liebsten in Klumpen geballt auf, er habe zwei Überzeugungen, eine, wenn es ihm gut und eine, wenn es ihm schlecht gehe, wobei die Letztere Religion genannt werde. Er habe auch ein Vaterland, damit er nicht zu übermütig werde; ausser den Menschen gebe es auch Sachsen und Amerikaner.
Nach der gut einstündigen Darbietung wurde das Trio "Musicaldente" ausgiebig gefeiert, sodass es nicht um zwei Zugaben herumkam. Da kann man nur sagen, was auch im Text eines Liedes stand: Danke schön, Herr und Frau Doktor (Güttinger), es hat uns wirklich sehr gefreut. (Kurt Buchmüller zu "Eine kleine Sehnsucht" vom 8. September 2002 im Praxiskeller Rothrist)
Bodensee Tagblatt, Dienstag, 11. Juni 2002
Volksmusik hat Kunstmusik oft nachhaltig beeinflusst. Das Frauenquartett <<musicaldente>> hat aus diesem reichen Schatz überraschende Perlen und Raritäten ausgewählt und sie... mit Esprit präsentiert.... Ungewöhnlich war die Besetzung, mit denen die vier Damen ihr Programm <<Spuren>>, ihre Erkundungsreise in internationale Volksmusik starteten. Zwei Frauenstimmen ohne Begleitung, und rein ging es in keckes balkanisches Sommervergnügen.... Von Bartók erklangen sechs ungarische Volkslieder für Violine und Klavier, einer der beiden Höhepunkte des Programms. Cristina Ungureanu erwies sich hier als Geigerin von warmer Patina und mit melancholisch-wissendem Ton, subtil abgestützt durch Dyanne Potter Vögtlin am Klavier.... Ein zweiter Höhepunkt des <<Spuren>>-Rezitals war die Begegnung mit Heitor Villa-Lobos' Suite.... Stimme und Geige... umschlangen sich, die Geige bot atmosphärischen Umraum für dramatische Volkalwendungen, von Julia Schwartz mit viel Passion, stimmstark, aber auch intim umgesetzt.... Etwas kühler wurden die Emotionen wieder mit einem Ausflug ins England eines Vaughan Williams. Auch hier ging es um Liebe, von Franziska Bolli launig kommentiert und mit Verve gesungen. Der interessante Abend klang aus mit zwei Klavierstücken von Edward MacDowell, spätromantisch schmalzig und an Liszt gemahnend. (Martin Preisser zu Spuren" vom 8. Juni 2002)
Thurgauer Zeitung, Montag, 3. Juni 2002
...Das Publikum wurde während einer Stunde mit Volksmusik aus Russland, Ungarn, Spanien, Brasilien, England und Amerika verwöhnt. Die stetig wechselnden, teilweise extravaganten Besetzungen sorgten für anhaltende Spannung und Abwechslung. Julia Schwartz und Franziska Bolli begannen im Vokalduett (Bartók und Kodály) mit humoresker Wortakrobatik.... Sie steigerten das Hörerlebnis zusätzlich mit ihren treffenden Interpretationen.... Von den unzähligen Ungarischen Volksliedern, die Bela Bartok im Laufe seines Lebens gesammelt hat, hatte die Violinistin Cristina Ungureanu sechs ausgewählt. Sie trug diese, von Dyanne Potter Vögtlin am Klavier rhythmisch inspiriert begleitet, ergreifend cantabel in den schönsten Klangfarben und mit federleichtem bis impulsivem Bogenstrich vor.... In Heitor Villa-Lobos' <<Suite>> portraitierten Cristina Ungureanu und Julia Schwartz Szenen aus dem ländlichen Brasilien. Wie auf einer Mandoline <<geschrummt>> begleitete Cristina Ungureanu die lautmalerischen Staccato-Salven der Sopranistin mit finalem Jauchzer.... Mit volksmusikalisch geprägter, populärer Salonmusik und schliesslich im Quartett vereint, schloss das Konzert mit zwei amerikanischen und einem englischen Folk Song.... (Emanuel Helg zu "Spuren" vom 1. Juni 2002)
Thurgauer Zeitung, Montag 7. Mai 2001
Das Outfit der vier musizierenden Damen hat das gewisse Etwas, die Darbietungen haben es erst recht: Das Ensemble Frauen Felder unterhielt im Frohsinn mit berlinerischem Smalltalk und Smallsing aus den Zwischenkriegsjahren.... Den vier Damen gelang es, dem Frohsinn Publikum Menschliches und Allzu Menschliches... näher zu bringen.... Die vielen vertont erzählten Geschichten über Kleptomaninnen, Dorfschöne und schöne, mehr oder weniger treue Männer unterhielten aufs Beste. Bestens ausgebildete Sängerinnen und Instrumentalistinnen liessen das ganze Programm als perfekt bezeichnen.... Die Musikerinnen... zeichnen durch aufregend dargebotene Musicalmelodien von Kurt Weill, grossteils in englischer Sprache. Damit setzten sie einen etwas besinnlichen Gegenpol mitten in die heiteren, fröhlichen und humorvollen Lieder des ersten und dritten Teils. Der Tourneestart ist gelungen.... (Christian Ballat zu "Von Kleptomaninnen und Dorfschönen" vom 5. Mai 2001)
Thurgauer Zeitung, Montag 6. November 2000
...Als "roter Faden" durch das Programm diente das Gedicht "Der Einsiedler" von Joseph von Eichendorff, welches Adelheid Ganz zu Beginn des Konzerts kunstfertig vortrug. Magdalena Caluori eröffnete den Abend musikalisch zum Begriff "Einsiedler", in dem sie spielend aus dem hinteren Teil des Saales auf die Bühne zuging, mit der wehmütigen "Plainte Passionée" von Hugo Pfister. Voll geheimnisvoller, märchenhafter Dramatik gestaltete Julia Schwartz ein Lied von Othmar Schoeck.... Melancholisch romantisierend sorgte Franziska Bolli mit Schoeck's "Wo?" für einen Stimmungswechsel - auch durch die spezielle Begleitung mit Klavier und Violine.... Wie überlegen Cristina Ungureanu ihr Instrument beherrscht, bewies sie mit Igor Stravinsky's "Berceuse". Von Dyanne Potter behutsam begleitet, behielt sie bis ins Pianissimo eine erstaunliche klangliche Poesie und Ästhetik bei. Ihr musikalisches Können und nicht zuletzt auch ihr vollkommen reines Spiel bis in höchste Lagen versetzte das Publikum für Minuten in einen Zustand des andächtigen Lauschens... (Emanuel Helg zum Konzert "Der Einsiedler" vom 4. November 2000)
Thurgauer Zeitung, Mittwoch 24. Mai 2000
...Von schmachtender Sehnsucht... über prickelnde Erotik... bis zu routinierter Ehegattenschelte gaben Bolli und Schwartz höchst unterhaltsam ihre schauspielerisch vielfältigen Register zum Besten. Mit feinen klanglichen Schattierungen liessen die beiden Sängerinnen die Vielfalt und Verschiedenartigkeit ihrer Timbres verstärkt zum Ausdruck kommen, bis sie sich wiederum, im Gleichtakt wiegend, zu zweistimmiger Harmonie vereinten. Die urkomischen, scharfsinnig... bis scharfzüngig... gereimten Texte liessen den lebensklugen Berliner Humor oft mehr als nur durchschimmern... (Emanuel Helg über "Von Kleptomaninnen und Dorfschönen" vom 21. Mai 2000)
Thurgauer Zeitung, Samstag 6. November 1999
...Musikalisch umrahmt wurde die Feier durch die neue Formation Frauen Felder - fünf Musikerinnen aus dem Raum Frauenfeld.... (Sie) präsentierten einen Querschnitt durch das europäische Musikschaffen der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts. Ihre musikalisch hochstehende Darbietung war mit viel Witz gewürzt. (Ruth Rechsteiner über die Eröffnung der Thurgauer Theater Tage 1999)
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